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ArtenSarasins Gecko

Sarasins Gecko

Correlophus sarasinorum

Der weniger bekannte Verwandte des Kronengeckos: grösser, kräftiger und deutlich lebhafter. Er springt weit und ist beim Öffnen des Terrariums schnell draussen. Benannt ist er nach den Basler Naturforschern Paul und Fritz Sarasin.

Gruppe
Gecko
Einordnung
Fortgeschritten
Herkunft
Neukaledonien
Sarasins Gecko (Correlophus sarasinorum)
Foto: unbekannt, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Neukaledonien
Länder
Süden der Hauptinsel Grande Terre
Lebensraum
Feuchte Wälder, in Bäumen und Sträuchern

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Hochformatig, Höhe vor Fläche. Die Tierschutzverordnung nennt für Sarasins Geckos kein Mindestmass. Richtschnur ist das deutsche Fachgutachten zur Reptilienhaltung von 1997: für ein Paar mindestens 6 × 6 × 8 Kopf-Rumpf-Längen, bei 14 cm also 84 × 84 × 112 cm.
Temperatur
22–26 °C, nachts 18–20 °C. Über 28 °C wird kritisch.
Luftfeuchtigkeit
70–80 %, abends sprühen.
Licht
Schwaches UV-B förderlich.
Bodengrund
Kokoshumus mit Laub.
Einrichtung
Korkröhren, viele Äste, dichte Bepflanzung.
Wasser
Tropfen an Blättern und eine Schale.
Fütterung
Fertigbrei für Fruchtgeckos zwei- bis dreimal wöchentlich, dazu Insekten.
Verhalten
Nachtaktiv, springt weit, lebhafter als der Kronengecko.
Umgang
Wenig geeignet: Die Tiere springen bei der ersten Gelegenheit weg.
Vergesellschaftung
Ein Paar. Männchen untereinander niemals.
Gesundheit
Robust; empfindlich gegen Wärme über 28 °C.
Jahresverlauf
Keine Winterruhe: Neukaledonien. Von Juni bis September eine kühlere Phase von acht bis zehn Wochen bei 20–23 °C tags und 16–18 °C nachts. Sarasins Gecko verträgt dauerhafte Wärme über 28 °C schlecht — die kühlere Jahreszeit ist für ihn Erholung, nicht Entbehrung.
Sicherheit
Keine Bewilligung nötig.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Kein CITES-Eintrag

Nicht in den CITES-Anhängen geführt: Einfuhr und Weitergabe brauchen keine Artenschutzpapiere. Der Kaufbeleg gehört trotzdem in die Unterlagen

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 5 der Tierschutzverordnung führt diese Art nicht auf. Bei den Schlangen etwa nennt die Tabelle nur Riesenschlangen (Pythons und Boas), Giftnattern, Vipern und Grubenottern sowie einzelne giftige oder gefährliche Nattern; für die übrigen steht dort keine Zahl.

Dann gilt die allgemeine Regel in Anhang 2 (Buchstabe K): Das Gehege muss so gross sein, dass alles, was die Art braucht (Verstecke, Wärmeplatz, Kletteräste), sinnvoll angeordnet werden kann. Als Massstab nennt die Verordnung Fachgutachten auf wissenschaftlicher Grundlage. Eine verbindliche Zahl gibt es deshalb nicht. Die Richtwerte im Rechner stammen aus dem Fachgutachten von 1997. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt.

Mindestmass berechnen

Was das Gehege bieten muss

Artgerechte Wärme- und Lichtzonen, gegebenenfalls UV-B, geeigneter Bodengrund, Rückzug, Kletter- oder Grabmöglichkeiten, Wasser und natürliche Ruheperioden sicherstellen.

Unterlagen

Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Sarasins Gecko in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.