Häufig gehaltene Arten
Woher eine Art kommt, welches Klima sie braucht und was die Schweizer Tierschutzverordnung dazu sagt. Für Reptilien und Amphibien stammen Haltung, Herkunft und Rechtslage aus dem Datenbestand der App. Dieselben Texte, die dort im Steckbrief stehen. Bei Spinnen, Skorpionen und Insekten greift die Tierschutzverordnung nicht, weil sie nur Wirbeltiere, Kopffüsser und Panzerkrebse erfasst; das steht dort auch so. Wo etwas fehlt, steht das ebenfalls da.
- Arten
- 87
- mit Pflegeprofil
- 86
- bewilligungspflichtig
- 8
- in der Schweiz verboten
- 1
Schlangen
Zu allen Schlangen liegt ein vollständiges Pflegeprofil vor.

Afrikanische Hausschlange
Boaedon fuliginosus
Flink, nachtaktiv und ausgesprochen ausbruchsfreudig. Wer sie hält, prüft jede Dichtung und jeden Spalt zweimal.
EinsteigerAfrika südlich der SaharaKeine Bewilligung

Kalifornische Kettennatter
Lampropeltis californiae
Wach, unterwegs und mit ausgeprägtem Futtertrieb. Sie frisst im Zweifel auch andere Schlangen. Einzelhaltung ist deshalb keine Empfehlung, sondern Pflicht.
EinsteigerWestliches NordamerikaKeine Bewilligung

Kenianische Sandboa
Eryx colubrinus
Sie verbringt den grössten Teil des Tages eingegraben. Ein tiefes, grabfähiges Substrat ist wichtiger als jede sichtbare Einrichtung.
EinsteigerNordostafrikaArtenschutz beachten

Kornnatter
Pantherophis guttatus
Die Kornnatter gilt als Einsteigerschlange. Zu Recht: Sie ist robust, gut zu beobachten und stellt keine ungewöhnlichen Ansprüche. Anspruchslos ist sie damit nicht.
EinsteigerNordamerikaKeine Bewilligung

Königspython
Python regius
Ruhig, kompakt und in unzähligen Farbformen verbreitet. Der Königspython verzeiht wenig bei Klima und Versteckangebot. Futterpausen sind bei ihm normal, aber nie unbeobachtet zu lassen.
EinsteigerWest- und ZentralafrikaArtenschutz beachten

Schwarze Königsnatter
Lampropeltis nigra
Einfarbig schwarz, aktiv und mit kräftigem Appetit. In Haltung und Ansprüchen der Kalifornischen Kettennatter nahe, samt deren Neigung, Artgenossen zu fressen.
EinsteigerSüdosten der USAKeine Bewilligung

Strumpfbandnatter
Thamnophis sirtalis
Tagaktiv, lebhaft und dadurch gut zu beobachten. Ihre Ernährung ist der kritische Punkt: einseitige Fischkost führt zu Mangelerscheinungen.
EinsteigerNordamerikaKeine Bewilligung

Amurnatter
Elaphe schrenckii
Eine grosse, robuste Kletternatter aus Nordostasien. Sie kommt mit kühleren Phasen gut zurecht: Dauerhafte Wärme bekommt ihr dagegen schlecht.
FortgeschrittenNordostasienKeine Bewilligung

Blutpython
Python brongersmai
Schwer, breit und bodengebunden. Er braucht Fläche statt Höhe und reagiert empfindlich auf Hitze und stehende Luft.
FortgeschrittenSüdostasienArtenschutz beachten

Boa constrictor
Eine kräftige Würgeschlange, die deutlich grösser wird, als viele erwarten. Wer sie hält, plant das Terrarium für das ausgewachsene Tier, nicht für das Jungtier.
FortgeschrittenMittel- und SüdamerikaArtenschutz beachten

Kurzschwanzpython
Python curtus
Der kleinere Verwandte des Blutpythons: gedrungen, wenig kletterfreudig und auf gleichmässig warme, gut belüftete Bedingungen angewiesen.
FortgeschrittenSumatraArtenschutz beachten

Mexikanische Königsnatter
Lampropeltis mexicana
Eine versteckt lebende Königsnatter aus dem mexikanischen Hochland. Sie braucht Struktur und kühlere Nächte als ihre bekannteren Verwandten.
FortgeschrittenNordmexikoKeine Bewilligung

Milchschlange
Lampropeltis triangulum
Hinter dem Namen steckt eine ganze Gruppe von Unterarten mit spürbar unterschiedlichen Ansprüchen. Wer eine hält, muss zuerst wissen, welche.
FortgeschrittenNord- und MittelamerikaKeine Bewilligung

Schönnatter
Orthriophis taeniurus
Sehr aktiv, sehr schnell und sehr kletterfreudig. Sie braucht ein hohes, geräumiges Terrarium und Unterartkenntnis für das richtige Klima.
FortgeschrittenSüd- und OstasienKeine Bewilligung

Teppichpython
Morelia spilota
Halbbaumbewohnend, nachtaktiv und je nach Unterart sehr unterschiedlich gross. Kletterhöhe und stabile Äste sind bei ihm keine Deko, sondern Grundausstattung.
FortgeschrittenAustralien und NeuguineaArtenschutz beachten

Westliche Hakennasennatter
Heterodon nasicus
Eine kleine Bodenschlange, die lieber gräbt als klettert und bei Störung ein beeindruckendes Theater aufführt. Ihr verbreiteter Zahnbau verlangt Respekt beim Umgang.
FortgeschrittenNordamerikaKeine Bewilligung

Westliche Sandboa
Eryx jaculus
Klein, grabend und unauffällig. Bei ihr entscheiden Herkunft und Unterart darüber, wie warm und wie trocken sie gehalten wird.
FortgeschrittenSüdosteuropa, Nordafrika und VorderasienArtenschutz beachten

Diamant-Klapperschlange
Crotalus atrox
Eine lebensgefährlich giftige Art. Haltung ausschliesslich mit Bewilligung, Sachkunde, gesichertem Giftschlangenterrarium und einem funktionierenden Notfallplan.
ExperteSüdwesten der USA und NordmexikoBewilligung nötig

Dunkler Tigerpython
Python bivittatus
Wirkt ruhig und ist doch ausserordentlich kraftvoll. Eine Grossschlange, die Platz im Raummassstab braucht und in der Schweiz bewilligungspflichtig ist.
ExperteSüd- und SüdostasienBewilligung nötig

Gartenboa
Corallus hortulanus
Nachtaktiv, blitzschnell und oft ausgesprochen defensiv. Sie ist eher zum Beobachten als zum Anfassen und braucht Höhe.
ExperteNördliches SüdamerikaArtenschutz beachten

Grüne Hundskopfboa
Corallus caninus
Ein Tier für Fortgeschrittene: hoch spezialisiert, stressempfindlich und auf präzises Klima mit guter Luftbewegung angewiesen.
ExperteAmazonasbeckenArtenschutz beachten

Grüner Baumpython
Morelia viridis
Auffällig, aber nichts für den Anfang: Er sitzt fast immer auf dem Ast, reagiert empfindlich auf Störung und verzeiht schlechte Lüftung nicht.
ExperteNeuguinea und NordaustralienArtenschutz beachten

Madagaskar-Hundskopfboa
Sanzinia madagascariensis
Eine baumbewohnende Boa aus Madagaskar. Neben der Haltung sind hier vor allem Artenschutz- und Herkunftspapiere entscheidend.
ExperteMadagaskarArtenschutz beachten

Mandarinnatter
Euprepiophis mandarinus
Schön gezeichnet, aber heikel: Sie lebt versteckt, reagiert stark auf Stress und verträgt Wärme deutlich schlechter als die meisten Nattern.
ExperteOst- und SüdostasienKeine Bewilligung

Netzpython
Malayopython reticulatus
Die längste Schlange der Welt. Haltung nur in professionell gesicherter Anlage, mit Bewilligung, Sachkunde und einem Plan für den Notfall.
ExperteSüdostasienBewilligung nötig

Brasilianische Regenbogenboa
Epicrates cenchria
Der schillernde Glanz auf den Schuppen entsteht durch Lichtbrechung, nicht durch Farbe. Die Art braucht deutlich mehr Feuchtigkeit als andere Boas und quittiert Trockenheit mit Häutungsproblemen.
FortgeschrittenSüdamerikaArtenschutz beachten

Gophernatter
Pituophis catenifer
Eine kräftige, wühlfreudige Natter, die bei Störung laut zischt und mit dem Schwanz vibriert: Eine Klapperschlangen-Nachahmung ohne jede Gefahr. Sie frisst zuverlässig und wird gross.
FortgeschrittenNordamerikaKeine Bewilligung

Texas-Erdnatter
Pantherophis obsoletus
Eine kräftige nordamerikanische Kletternatter, die grösser wird als die Kornnatter und ebenso zuverlässig frisst. Jungtiere sind bissig, erwachsene meist ausgesprochen ruhig.
EinsteigerNordamerikaKeine Bewilligung
Echsen
Herkunft und Rechtslage aus der App.

Bartagame
Pogona vitticeps
Tagaktiv, zutraulich und darum beliebt. Ihr Bedarf an starkem Licht, UVB und einem heissen Sonnenplatz wird regelmässig unterschätzt.
EinsteigerAustralienKeine Bewilligung

Blauzungenskink
Tiliqua scincoides
Ein bodenbewohnender Skink mit ruhigem Wesen und breitem Nahrungsspektrum. Er braucht vor allem Fläche und Grabmöglichkeit.
FortgeschrittenAustralien, Neuguinea und IndonesienKeine Bewilligung

Grüner Leguan
Iguana iguana
Er wird sehr gross und lebt baumbewohnend: Der Platzbedarf eines ausgewachsenen Tiers sprengt jedes handelsübliche Terrarium. In der Schweiz bewilligungspflichtig.
ExperteMittel- und SüdamerikaBewilligung nötig

Zwergbartagame
Pogona henrylawsoni
Die kleine Schwester der Bartagame: gleiche Ansprüche, halbe Grösse. Wer das Terrarium für eine Bartagame nicht stellen kann, findet hier die ehrliche Alternative statt eines zu kleinen Beckens.
EinsteigerAustralienKeine Bewilligung

Rotkehlanolis
Anolis carolinensis
Eine der wenigen kleinen Echsen, die sich in einem bepflanzten Terrarium wirklich wohl zeigen. Sie wird nicht zahm. Wer eine Echse zum Anfassen sucht, ist hier falsch.
EinsteigerNordamerikaKeine Bewilligung

Halsbandleguan
Crotaphytus collaris
Leuchtend gefärbt, sehr schnell und ausgesprochen wärmebedürftig. Er läuft bei Gefahr auf den Hinterbeinen. Dafür braucht er Strecke, und daran scheitern die meisten Terrarien.
FortgeschrittenNordamerikaKeine Bewilligung

Grüne Wasseragame
Physignathus cocincinus
Eine grosse, gesellige Echse, die schwimmt und klettert. Sie braucht ein Becken, das eher an ein Zimmer erinnert als an ein Terrarium und rennt sonst gegen die Scheibe, bis die Schnauze wund ist.
FortgeschrittenSüdostasienArtenschutz beachten

Sahara-Dornschwanzagame
Uromastyx geyri
Ein Pflanzenfresser aus der Wüste, der Hitze braucht, wie sie kaum ein anderes Terrarientier verlangt. Falsches Futter (Insekten und Obst) führt bei dieser Art zuverlässig zu Nierenschäden.
FortgeschrittenNordafrikaArtenschutz beachten

Stachelschwanzwaran
Varanus acanthurus
Der kleinste Waran der Terraristik und einer der wenigen, die ohne Bewilligung gehalten werden dürfen. Klug, aktiv und neugierig, entsprechend schnell unterfordert.
ExperteAustralienArtenschutz beachten

Berberskink
Eumeces schneiderii
Kräftig gebaut, goldbraun mit orangen Flecken und erstaunlich zutraulich. Er gräbt viel und verlangt vor allem eines: einen tiefen Bodengrund statt einer dekorativen Sandschicht.
EinsteigerNordafrika und VorderasienKeine Bewilligung

Feuerskink
Lepidothyris fernandi
Leuchtend rot geflankt und schwarz-weiss gebändert: Eine der farbigsten Echsen überhaupt. Sie lebt versteckt im feuchten Bodengrund und zeigt sich nur zeitweise.
EinsteigerWestafrikaKeine Bewilligung

Steppenwaran
Varanus exanthematicus
Häufig als handzahmes Einsteigertier verkauft und fast ebenso häufig verfettet und zu klein gehalten. Ein Waran, der ein Zimmer braucht und in der Schweiz eine Bewilligung.
ExperteAfrikaBewilligung nötig

Argentinischer Schwarzweisser Teju
Salvator merianae
Über einen Meter lang, klug wie ein Hund und in der Schweiz bewilligungspflichtig. Wer den Platz und die Bewilligung hat, bekommt eines der zugänglichsten Reptilien überhaupt.
ExperteSüdamerikaBewilligung nötig
Geckos
Herkunft und Rechtslage aus der App.

Kronengecko
Correlophus ciliatus
Ein nachtaktiver Kletterer aus Neukaledonien, der ohne starke Wärme auskommt. Höhe, Feuchtigkeit und Kletterstruktur sind hier entscheidend.
EinsteigerNeukaledonienKeine Bewilligung

Leopardgecko
Eublepharis macularius
Der wohl meistgehaltene Gecko: dämmerungsaktiv, bodenbewohnend und überschaubar im Platzbedarf. Auch er braucht Wärmegefälle und mehrere Verstecke.
EinsteigerSüd- und ZentralasienKeine Bewilligung

Gargoyle-Gecko
Rhacodactylus auriculatus
Robuster und weniger heikel als der Kronengecko, mit knöchernen Höckern am Kopf. Er kommt bei Zimmertemperatur aus und braucht keine Wärmetechnik: Einer der wenigen echten Einsteiger unter den Geckos.
EinsteigerNeukaledonienKeine Bewilligung

Afrikanischer Fettschwanzgecko
Hemitheconyx caudicinctus
Der westafrikanische Verwandte des Leopardgeckos: ruhiger, etwas feuchter gehalten und weniger verbreitet. Der dicke Schwanz ist Vorratsspeicher und zeigt auf einen Blick den Ernährungszustand.
EinsteigerWestafrikaKeine Bewilligung

Tokeh
Gekko gecko
Gross, farbig und laut: Der Ruf gibt der Art ihren Namen. Sie beisst kräftig zu und lässt lange nicht los; eine Art zum Beobachten, nicht zum Anfassen.
FortgeschrittenSüdostasienArtenschutz beachten

Neukaledonischer Riesengecko
Rhacodactylus leachianus
Der grösste Gecko der Welt, schwer, langsam und erstaunlich stimmfreudig. Ein Tier für Jahrzehnte: Weibchen werden über zwanzig Jahre alt.
FortgeschrittenNeukaledonienKeine Bewilligung

Goldstaub-Taggecko
Phelsuma laticauda
Der zugänglichste der Taggeckos: leuchtend grün mit goldenem Rückenstaub, tagaktiv und in einem bepflanzten Becken ständig zu sehen. Anfassen lässt er sich trotzdem nicht: Seine Haut reisst bei Griff ein.
EinsteigerMadagaskarArtenschutz beachten

Grosser Madagaskar-Taggecko
Phelsuma grandis
Mit bis zu 30 cm der grösste Taggecko im Handel und entsprechend kräftig. Er frisst auch kleinere Artgenossen. Vergesellschaftung ist bei dieser Art keine Frage des Platzes, sondern des Risikos.
FortgeschrittenMadagaskarArtenschutz beachten

Blauer Bambusgecko
Phelsuma klemmeri
Handtellergross, türkisblau mit gelbem Kopf und so schmal, dass er in Bambusrohre passt. Eine der wenigen Phelsuma-Arten, die sich in kleinen Gruppen halten lässt.
FortgeschrittenMadagaskarArtenschutz beachten

Höckerkopfgecko
Correlophus sarasinorum
Der weniger bekannte Verwandte des Kronengeckos: grösser, kräftiger und deutlich lebhafter. Er springt weit und ist beim Öffnen des Terrariums schnell draussen.
FortgeschrittenNeukaledonienKeine Bewilligung
Chamäleons
In der Schweiz sind sämtliche Chamäleonarten bewilligungspflichtig.

Jemenchamäleon
Chamaeleo calyptratus
Chamäleons sind in der Schweiz bewilligungspflichtig. Das Jemenchamäleon gilt als robustestes unter ihnen. Einfach ist es trotzdem nicht.
ExperteArabische HalbinselBewilligung nötig

Pantherchamäleon
Furcifer pardalis
Farbenprächtig und entsprechend gefragt. Wie alle Chamäleons bewilligungspflichtig, artenschutzrechtlich relevant und anspruchsvoll im Klima.
ExperteMadagaskarBewilligung nötig
Schildkröten
Herkunft und Rechtslage aus der App.

Griechische Landschildkröte
Testudo hermanni
Eine Schildkröte für draussen, nicht fürs Wohnzimmer: Freigehege, Sonne und eine echte Winterruhe gehören zwingend dazu.
FortgeschrittenSüdeuropaArtenschutz beachten

Maurische Landschildkröte
Testudo graeca
Der Griechischen Landschildkröte ähnlich und ebenso auf Freigehege, Sonne und Winterruhe angewiesen. Artenschutzpapiere sind Pflicht.
FortgeschrittenMittelmeerraum, Nordafrika und WestasienArtenschutz beachten

Rotwangen-Schmuckschildkröte
Trachemys scripta elegans
Wasserschildkröte mit hohem Platz- und Filterbedarf, die alt und gross wird. In Europa gilt sie als invasive Art. Aussetzen ist verboten und strafbar.
FortgeschrittenNordamerikaKeine Bewilligung

Breitrandschildkröte
Testudo marginata
Die grösste europäische Landschildkröte, mit ausgestelltem Panzerrand bei alten Tieren. Sie gehört das halbe Jahr ins Freigehege. Eine Zimmerhaltung ist bei dieser Art keine Haltung.
FortgeschrittenSüdeuropaArtenschutz beachten

Steppenschildkröte
Testudo horsfieldii
Vierzehig statt fünfzehig, aus Zentralasien statt aus dem Mittelmeerraum. Sie gräbt mehr als jede andere Landschildkröte und hält im Herkunftsgebiet sowohl Winter- als auch Sommerruhe.
FortgeschrittenZentralasienArtenschutz beachten

Gewöhnliche Moschusschildkröte
Sternotherus odoratus
Eine Wasserschildkröte, die klein bleibt: 12 cm statt 30. Damit ist sie die einzige der gängigen Arten, die in einem Aquarium dauerhaft artgerecht lebt statt darin zu vegetieren.
EinsteigerNordamerikaArtenschutz beachten

Chinesische Dreikielschildkröte
Mauremys reevesii
Eine ruhige Wasserschildkröte mittlerer Grösse, die in ihrer Heimat stark bedroht ist. Nachzuchten sind verbreitet und deutlich verträglicher als die verbotene Rotwangen-Schmuckschildkröte.
FortgeschrittenOstasienArtenschutz beachten

Köhlerschildkröte
Chelonoidis carbonarius
Die verbreitetste tropische Landschildkröte im Handel und ganz anders zu halten als die europäischen: warm und feucht das ganze Jahr, ohne Winterstarre.
FortgeschrittenSüdamerikaArtenschutz beachten

Zierschildkröte
Chrysemys picta
Die legale Alternative zur verbotenen Rotwangen-Schmuckschildkröte: ähnlich gross, ähnlich zu halten, aber ohne Verbot. Auch sie gehört niemals in ein Gewässer im Freien.
FortgeschrittenNordamerikaKeine Bewilligung
Amphibien
Keine Reptilien, aber in der App geführt.

Axolotl
Ambystoma mexicanum
Ein dauerhaft im Larvenstadium bleibender Schwanzlurch. Er lebt im kühlen Aquarium. Wärme ist für ihn nicht angenehm, sondern schädlich.
EinsteigerMexikoArtenschutz beachten

Schmuckhornfrosch
Ceratophrys ornata
Ein Frosch, der fast nur aus Maul besteht und sich eingegraben auf Beute lauert. Er bewegt sich kaum: Was ihn pflegeleicht macht und zugleich dazu verleitet, ihn zu überfüttern.
EinsteigerSüdamerikaKeine Bewilligung

Korallenfinger-Laubfrosch
Litoria caerulea
Ein grosser, ruhiger Laubfrosch mit dauerhaft freundlichem Gesichtsausdruck. Er wird bis zu zwanzig Jahre alt und neigt in Gefangenschaft stark zur Verfettung.
EinsteigerAustralienKeine Bewilligung

Chinesische Rotbauchunke
Bombina orientalis
Klein, tagaktiv und in der Gruppe zu halten. Eine der wenigen Amphibien, bei denen es im Becken tatsächlich etwas zu sehen gibt. Bei Gefahr zeigt sie den leuchtend roten Bauch.
EinsteigerOstasienKeine Bewilligung

Chinesischer Feuerbauchmolch
Cynops orientalis
Ein kleiner Wassermolch, der kühl gehalten wird. Im Sommer wird die Zimmertemperatur zum Problem, nicht die Heizung im Winter.
EinsteigerOstasienKeine Bewilligung

Gelbgebänderter Baumsteiger
Dendrobates leucomelas
Schwarz-gelb, laut rufend und tagaktiv: Der Einstieg unter den Pfeilgiftfröschen. Nachzuchten sind ungiftig, weil das Gift aus der Nahrung wildlebender Tiere stammt und im Terrarium nie entsteht.
EinsteigerSüdamerikaArtenschutz beachten

Färberfrosch
Dendrobates tinctorius
Der grösste Baumsteiger und in unzähligen Farbschlägen im Handel, darunter der leuchtend blaue „Azureus". Kräftiger und weniger heikel als die kleinen Arten.
EinsteigerSüdamerikaArtenschutz beachten

Baumsteiger Ranitomeya imitator
Ranitomeya imitator
Kaum zwei Zentimeter gross und das erste Amphib, bei dem echte Brutfürsorge durch beide Eltern nachgewiesen wurde. Das Weibchen füttert die Kaulquappen mit unbefruchteten Eiern.
FortgeschrittenSüdamerikaArtenschutz beachten

Rotaugenlaubfrosch
Agalychnis callidryas
Das Postkartenmotiv der Terraristik: grün mit blauen Flanken, orangen Füssen und leuchtend roten Augen. Tagsüber sitzt er zusammengefaltet unter einem Blatt und ist praktisch unsichtbar.
FortgeschrittenMittelamerikaArtenschutz beachten

Tomatenfrosch
Dyscophus guineti
Leuchtend orangerot, rundlich und ausgesprochen ruhig. Bei Bedrängung sondert er einen klebrigen Schleim ab, der Schleimhäute reizt: Ein Grund mehr, ihn nicht anzufassen.
EinsteigerMadagaskarArtenschutz beachten

Glatter Krallenfrosch
Xenopus laevis
Ein reiner Wasserfrosch ohne Zunge, der seine Beute mit den Vorderbeinen ins Maul schiebt. Jahrzehntelang Labortier, deshalb erstaunlich anspruchslos und in Europa bereits als Neozoon verbreitet.
EinsteigerSüdliches AfrikaKeine Bewilligung
Vogelspinnen
Spinnentiere, keine Reptilien und von der Tierschutzverordnung nicht erfasst.

Chile-Rosa Vogelspinne
Grammostola rosea
Die ruhigste der häufig gehaltenen Vogelspinnen und deshalb die klassische erste Art. Sie kommt trocken und ohne Technik aus, frisst aber monatelang nichts, ohne dass etwas fehlt.
EinsteigerSüdamerikaKeine Bewilligung

Rotknie-Vogelspinne
Brachypelma smithi
Die Spinne aus den Filmen: schwarz mit orangeroten Knien, ruhig und sehr langlebig. Weibchen werden über zwanzig Jahre alt: Eine Anschaffung auf lange Sicht. Beim Kauf lohnt der Blick auf den wissenschaftlichen Namen: 2017 wurde die Art aufgeteilt, und ein grosser Teil der als smithi gehandelten Tiere ist in Wahrheit Brachypelma hamorii. Für Haltung und Schutzstatus macht das keinen Unterschied, für die Zucht schon.
EinsteigerMittelamerikaArtenschutz beachten

Kraushaar-Vogelspinne
Tliltocatl albopilosus
Unverwüstlich und anspruchslos, mit auffällig gekräuselter Behaarung. Sie verzeiht Pflegefehler eher als die meisten anderen Arten und frisst zuverlässig.
EinsteigerMittelamerikaArtenschutz beachten

Martinique-Baumvogelspinne
Caribena versicolor
Jungtiere sind leuchtend blau, erwachsene Tiere schimmern grün-rot. Die Art ist schön und beliebt, aber sie verzeiht schlechte Belüftung nicht, und daran scheitern die meisten Anfänger.
FortgeschrittenKaribikArtenschutz beachten

Grünblaue Vogelspinne
Chromatopelma cyaneopubescens
Blaue Beine, oranger Hinterleib, grüner Panzer: Die farbigste Art der Terraristik. Sie verspinnt ihr halbes Terrarium und braucht es dabei staubtrocken.
FortgeschrittenSüdamerikaKeine Bewilligung

Indische Ornament-Vogelspinne
Poecilotheria regalis
Gemustert wie Rinde, blitzschnell und mit einem Gift, das beim Menschen tagelange Krämpfe auslösen kann. Nichts für den Einstieg und in mehreren Ländern nur mit Auflagen zu halten.
ExperteSüdasienArtenschutz beachten
Skorpione
Spinnentiere. Gifttiere: Für sie können kantonale Vorschriften gelten.

Kaiserskorpion
Pandinus imperator
Einer der grössten Skorpione der Welt, tiefschwarz und mit vergleichsweise schwachem Gift. Er greift eher mit den Scheren zu als mit dem Stachel. Ein Einstiegstier, das man ausschliesslich beobachtet.
EinsteigerWestafrikaArtenschutz beachten

Asiatischer Waldskorpion
Heterometrus spinifer
Dem Kaiserskorpion sehr ähnlich, aber wehrhafter und im Handel häufiger. Auch hier gilt: beobachten, nicht anfassen.
EinsteigerSüdostasienKeine Bewilligung
Gottesanbeterinnen
Insekten mit kurzer Lebenserwartung: Meist rund ein Jahr.

Afrikanische Gottesanbeterin
Sphodromantis lineola
Die übliche Einsteigerart: gross, robust und mit gutem Appetit. Eine Gottesanbeterin lebt allerdings nur etwa ein Jahr. Wer ein langlebiges Tier sucht, ist hier falsch.
EinsteigerAfrikaKeine Bewilligung

Orchideenmantis
Hymenopus coronatus
Sieht aus wie eine Blüte und ist genau dafür gebaut: Beute fliegt sie an. Anspruchsvoller als die üblichen Arten und deutlich empfindlicher gegen falsche Feuchtigkeit.
FortgeschrittenSüdostasienKeine Bewilligung

Europäische Gottesanbeterin
Mantis religiosa
Die einzige Gottesanbeterin, die auch in der Schweiz freilebend vorkommt: Im Wallis und im Tessin. Genau deshalb gilt für sie etwas, das für keine andere Art hier gilt.
EinsteigerEuropa und AsienKeine Bewilligung
Stab- und Gespenstschrecken
Oft das erste Terrarientier. Die Tiere dürfen nie ins Freie gelangen.

Australische Gespenstschrecke
Extatosoma tiaratum
Ein Tier wie ein vertrocknetes Blatt, das sich bei Störung wie ein Skorpion aufrichtet. Weibchen pflanzen sich ohne Männchen fort: Aus unbefruchteten Eiern schlüpfen weitere Weibchen.
EinsteigerAustralienKeine Bewilligung

Wandelndes Blatt
Phyllium philippinicum
Die vollkommenste Tarnung im Tierreich: flach, grün, mit nachgeahmten Blattadern und Frassspuren. Empfindlicher als Stabschrecken und auf gleichmässige Feuchtigkeit angewiesen.
FortgeschrittenSüdostasienKeine Bewilligung

Indische Stabschrecke
Carausius morosus
Das klassische erste Terrarientier: anspruchslos, ungefährlich und in jedem Zimmer zu halten. Sie vermehrt sich ohne Männchen und genau das macht sie zum Problem, wenn Tiere ins Freie gelangen.
EinsteigerSüdasienKeine Bewilligung
Nach der Rechtslage sortiert
Dieselben Arten, gruppiert nach dem, was das Schweizer Recht dazu sagt.
78
Ohne Bewilligung
Welche Reptilien darf man in der Schweiz ohne Bewilligung halten?
8
Bewilligungspflichtig
Für welche Reptilien braucht man in der Schweiz eine Bewilligung?
1
Verboten
Welche Reptilien und Amphibien sind in der Schweiz verboten?
44
Artenschutz und CITES
Welche Reptilien brauchen in der Schweiz Artenschutzpapiere?
Wie diese Seiten entstehen
Pflegeprofile, Herkunft und Rechtslage kommen aus derselben Datenbank, die auch in der App den Steckbrief füllt. Ausführliche Haltungsangaben liegen bisher für Schlangen vor; bei Echsen, Geckos, Chamäleons, Schildkröten und Amphibien stehen Herkunft und Rechtslage, die Haltung folgt mit dem Ausbau der Artenbibliothek.
Die Einstufung von Einsteiger bis Experte ist eine Einordnung für diese Website und keine Vorgabe. Sie richtet sich nach Platzbedarf, Klimaansprüchen, Stressempfindlichkeit und Gefährdungspotenzial. Nicht danach, wie hübsch oder wie verbreitet eine Art ist.
Zu einigen Arten führt die App noch kein eigenes Rechtsprofil. Dort steht auf der Artenseite ausdrücklich, dass keine Einstufung hinterlegt ist. Verbindlich Auskunft gibt in jedem Fall das kantonale Veterinäramt.
