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RatgeberPflegeSaison

Terrarium im Winter: Heizen, Licht und Raumtemperatur

Terrarium im Winter: warum die Raumtemperatur sinkt, Temperaturen für fünf häufige Arten, Thermostat, Schutzkorb, UV-B-Dauer und Stromausfall. Mit Quellen.

Bartagame auf einem Stein

Foto: Photograph: Frank C. Müller, Baden-Baden, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5

Kurz gesagt: Im Winter kühlt der Raum ab, vor allem nachts, bei offenem Fenster und in den Ferien. Das Terrarium braucht trotzdem die Werte der Art: Wärmeinsel, kühle Zone und, wo vorgesehen, eine Nachtabsenkung. Regle Wärmequellen mit Thermostat, sichere Strahler mit Schutzkorb, miss an mehreren Stellen und plane den Stromausfall.

Im Winter wird eine Wohnung anders beheizt als im Sommer, und das Terrarium hängt daran. Nachts, bei offenem Fenster und in den Ferien wird es im Zimmer kühler, als es für viele Arten gut ist. Dieser Beitrag geht durch, warum das so ist, welche Temperaturen fünf häufige Arten brauchen und worauf du bei Heizung, Thermostat, Licht und Stromausfall achtest.

Die Temperaturen der Arten stammen aus den Artenseiten von ReptiCare. Alles andere stützt sich auf Quellen, die am Ende stehen. Wo keine belegte Zahl vorliegt, steht keine.

Warum die Raumtemperatur im Winter sinkt

Reptilien sind wechselwarm: Ihre Körpertemperatur hängt von der Umgebung ab, und sie wärmen sich auf, indem sie wärmere Bereiche aufsuchen (Schweizer Tierschutz STS, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV). Das Terrarium ist deshalb nur so warm, wie Wärmequellen und Raum es zulassen. Wärme fliesst immer vom Wärmeren zum Kühleren, und ein gut belüftetes Becken verliert zusätzlich Wärme über die Lüftung (dvm360). Daraus folgt: Je kühler der Raum, desto mehr muss die Technik ersetzen.

Dass der Raum im Winter kühler wird, ist oft gewollt. EnergieSchweiz, das Programm des Bundesamts für Energie (BFE), rät, nicht jeden Raum gleich zu heizen. Der Bund nennt 20 Grad im Wohnzimmer und 17 Grad im Schlafzimmer angenehm. Unbenutzte Räume sollen nicht geheizt werden, und wer im Winter in die Ferien geht, soll die Temperatur in allen Räumen senken. Nachts sollen geschlossene Rollläden das Auskühlen bremsen, und wer das Schlafzimmerfenster offen lassen will, soll die Heizung abdrehen. Gelüftet wird im Winter kurz und kräftig, nicht mit Kippfenster (BFE 2021). Ein älteres Merkblatt der Kampagne «bau-schlau» aus der BFE-Publikationsdatenbank nennt für die Nachtabsenkung 16 bis 18 Grad und für Dielen und Flur 17 Grad (ohne Jahresangabe).

Das sind Empfehlungen für Menschen, keine Messwerte aus deinem Zimmer. Für das Terrarium heisst das nur: Der Raum ist im Winter nicht rund um die Uhr so warm wie im Sommer. Wie kalt es bei dir wird, zeigt nur die Messung.

Was das für Tag und Nacht bedeutet

Durchheizen ist nicht die Lösung. Nach dem deutschen Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien von 1997 sind in der Regel ein Temperaturgefälle und eine Nachtabsenkung der Umgebungstemperatur notwendig (Gutachten, S. 1). Die Tierschutzverordnung (TSchV) verlangt für gewisse Bartagamen-Arten ausdrücklich, dass es nachts deutlich abkühlt (Anhang 2, Tabelle 5, Anmerkung 13).

Zu kalt ist ebenso ein Fehler. Der STS schreibt, ein Grossteil der Reptilienkrankheiten entstehe aus Fehlern bei Beleuchtung, Klima, Terrariengrösse und Ernährung. Bei Königspythons nennen Reptilienfachleute eine zu kühle Nacht als häufigen Haltungsfehler, mögliche Folge sei eine Lungenentzündung (SRF, 2023).

Der Mittelweg ist der Wert der Art. Nachts nennen die Artenseiten für Leopardgecko und Bartagame 20 bis 22 °C. Für den Kronengecko sind es 18 bis 20 °C. Ein Raum mit 17 Grad liegt darunter.

Temperaturen für fünf häufige Arten

Die Werte stammen von den ReptiCare-Artenseiten und sind Richtwerte. Das Gutachten betont für seine Schlangentabellen, die Bereiche seien keine starren Grössen, sondern ein ungefährer Rahmen (S. 25). «Wärmeinsel» meint den Sonnen- oder Wärmeplatz, an dem sich das Tier aufwärmt.

Art Wärmeinsel Umgebung und kühle Zone Nacht Im Winter laut Artenseite
Leopardgecko warme Seite 32 °C am Boden, Bodenwärme statt Strahler kühle Seite 24 °C 20 bis 22 °C kühlere Phase von acht Wochen bei 18 bis 20 °C
Bartagame Sonnenplatz 40 bis 45 °C Umgebung 28 bis 32 °C, kühle Ecke 25 °C 20 bis 22 °C Winterruhe von acht bis zwölf Wochen bei 15 bis 18 °C
Kornnatter Wärmeplatz etwa 28 bis 32 °C warme Zone 25 bis 28 °C, kühle Zone etwa 20 bis 24 °C darf meist auf normale, sichere Raumtemperatur absinken Winterruhe nicht zwingend; wer sie nachstellt, kühlt auf 12 bis 15 °C, acht bis zehn Wochen
Königspython Wärmeoberfläche etwa 32 bis 35 °C, warme Versteckzone 30 bis 32 °C kühle Zone 22 bis 27 °C nicht angegeben (Zucht: Nachtabsenkung auf etwa 22 bis 24 °C) kühlere Trockenzeit etwa November bis Februar: weniger aktiv, frisst oft wochen- bis monatelang nichts
Kronengecko keine starke Wärme nötig tagsüber 22 bis 26 °C; über 28 °C wird es gefährlich 18 bis 20 °C leichte Absenkung auf 20 °C

Beim Königspython ist die Futterpause in der kühleren Trockenzeit laut Artenseite normal, solange das Gewicht stabil bleibt. Die Artenseite rät zu wöchentlichem Wiegen und zum Tierarzt erst bei mehr als zehn Prozent Verlust oder zusätzlichen Anzeichen. Mehr dazu: Gewicht dokumentieren.

Eine kühle Phase im Winter ist bei Leopardgecko und Bartagame, und bei der Kornnatter, wenn man sie nachstellt, eine geplante Ruhephase und kein Nebeneffekt der Wohnungsheizung. Der STS nennt dafür eine sorgfältige Vorbereitung: Lichtintensität, Temperatur und Futter werden schrittweise verringert, dazu kommt eine Kotuntersuchung auf Parasiten. Art und Dauer unterscheiden sich je nach Art, deshalb gehören Fachliteratur oder eine erfahrene Exotentierärztin dazu.

Griechische Landschildkröte: Winterruhe statt Heizung

Die Griechische Landschildkröte ist hier die Ausnahme. Ihre Artenseite nennt einen Sonnenplatz von 35 bis 40 °C und die Überwinterung bei 4 bis 6 °C, von Oktober bis März. Laut Artenseite ist die Winterstarre zwingend, nicht optional, und Zimmerhaltung ist bei dieser Art keine Haltung. Die TSchV verlangt, dass die Haltung die Winter- oder Kältestarre für alle Altersklassen ermöglicht (Anhang 2, Tabelle 5, Anmerkung 4). Das BLV nennt den Frühbeetkasten im Freigehege als Ort, an dem die Tiere ihre Winterruhe halten können, wenn sie sich tief genug eingraben können.

Im Winter wird die Art also nicht warm gehalten, sondern ruht. Zu viel Wärme ist in der Ruhezeit ein Risiko: Über 10 °C läuft der Stoffwechsel an, ohne dass das Tier frisst (Dr. Friedrich). Wie die Ruhe abläuft, steht im Beitrag Winterruhe bei Landschildkröten. An kühlen, regnerischen Frühjahrs- und Herbsttagen braucht sie draussen eine Ersatzquelle für Wärme und UV-B, zum Beispiel eine Wärmelampe (BLV).

Heizen: Wärmequelle, Gefälle und Gesetz

Welche Wärmequelle passt, hängt vom Tier. Ein Reptilientierarzt unterscheidet drei Wege: Strahlung (Lampe, Keramikstrahler), Kontakt (Heizmatte, Heizstein) und bewegte Luft. Ein grosses Tier kommt mit einem kleinen Heizstein nicht aus, und ein nachtaktives Tier leidet unter einem hellen Heizstrahler (dvm360). Bei Schlangen lassen sich die Tagestemperaturen nach dem Gutachten zum Teil über Bodenheizungen erreichen, was es häufig für die optimale Lösung hält (S. 25). Der Leopardgecko bekommt laut Artenseite Bodenwärme statt Strahler.

Wichtiger als die Quelle ist das Gefälle. Das Tier soll zwischen wärmeren und kühleren Bereichen wählen können (Gutachten, S. 11; Unusual Pet Vets). Das gilt auch im Winter.

In der Schweiz legt die TSchV den Rahmen fest:

  • Gehege müssen mit Klimabereichen versehen sein (Art. 3 Abs. 2).
  • Bei Bartagame, Leopardgecko und Königspython muss die Temperatur den Bedürfnissen entsprechen. Ein kleinerer Teil des Geheges muss allenfalls wärmer sein, und je nach Art braucht jedes Tier eine Wärmequelle, bei der es sich der Strahlung aussetzen kann, ausser bei Haltung im Freiland (Tabelle 5, Anmerkung 3).
  • Bei der Bartagame kommt Anmerkung 26 dazu. Aufwärmplätze brauchen helle Lampen (HQL, HQI oder vergleichbar), ausser die Tiere leben im Freiland oder bei direkter Sonne. Die Anmerkung hält fest: «Die ausschliessliche Verwendung von Bodenheizungen oder Infrarotstrahlern ist nicht zulässig.» Wer eine Bartagame im Winter nur noch mit Heizmatte oder Infrarotstrahler wärmt, erfüllt das nicht.
  • Kornnatter und Kronengecko führt die Tabelle nicht auf. Auch für nicht aufgeführte Arten gelten aber die Anforderungen an Klima und Mikroklima, und als Richtschnur dienen Fachgutachten (Anhang 2, Vorbemerkung K). Die Artenseiten nennen dafür das deutsche Gutachten von 1997. Es ist eine Empfehlung, keine Vorschrift.

Thermostat und Thermometer

Ein Thermostat schaltet die Wärmequelle ab, sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist. Eine australische Exotentierpraxis empfiehlt ihn für jedes Reptilienterrarium mit künstlicher Heizung und führt fehlende Regelung unter den Ursachen von Verbrennungen auf (Unusual Pet Vets, 2021). Die Artenseiten von Kornnatter und Königspython verlangen, alle Wärmequellen thermostatisch zu regeln. Die TSchV nennt kein Thermostat: In der ganzen Verordnung kommt das Wort nicht vor. Sie verlangt aber Klimabereiche, und das Gutachten verlangt geeignete Messgeräte für Temperatur und Luftfeuchtigkeit (S. 2).

Das Thermostat regelt, das Thermometer kontrolliert. Ein Thermometer, mit dem sich an verschiedenen Stellen im Terrarium messen lässt, gehört nach dem bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in die Hand jeder Halterin und jedes Halters. Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) empfiehlt in ihrer Stellungnahme zum Entwurf einer neuen deutschen Fassung des Gutachtens digitale Messgeräte mit Min-Max-Speicherung. Ein Thermometer mit Min-Max-Speicher zeigt dir, wie kalt die Nacht war. Miss an der Wärmeinsel und in der kühlen Zone.

Kontrolliere die Technik regelmässig. Die TSchV verlangt, das Befinden der Tiere und den Zustand der Einrichtungen so oft wie nötig zu prüfen und Mängel unverzüglich zu beheben oder Schutzmassnahmen zu treffen (Art. 5 Abs. 1). Der STS rät bei Ferienabwesenheit, den Zustand der Tiere und die Technik täglich zu kontrollieren und die Betreuungsperson rechtzeitig zu informieren. Wer die Wohnungsheizung für die Ferien herunterstellt, sagt der Betreuungsperson deshalb auch, was das Terrarium braucht.

Sicherheit: Verbrennungen verhindern

Verbrennungen sind bei Reptilien häufige Verletzungen. Das schreiben ein Reptilientierarzt in einem Tagungsbeitrag (dvm360, 2008) und eine australische Exotentierpraxis (Unusual Pet Vets, 2021). Warum Reptilien nicht ausweichen, ist nicht geklärt. Reptilien ziehen sich von zu heissen Quellen nicht zuverlässig zurück. Schlangen wickeln sich nicht selten um blanke Glühbirnen (dvm360). Die Folgen zeigen sich oft erst nach Tagen, manchmal nach einer Woche (Unusual Pet Vets).

Als typische Ursachen nennt die Exotentierpraxis:

  • keine Schutzgitter oder Abdeckungen über Lampen,
  • Tier liegt direkt auf Heizkabel oder Heizmatte, ohne Barriere wie Stein oder Fliese,
  • defekte oder ungleichmässig heizende Heizhöhlen, Matten, Kabel oder Steine, dazu Wasserschäden,
  • ein zu enger Sonnenplatz oder ein Strahler zu nah am Tier,
  • kein Thermostat.

Ein Schutzkorb oder Schutzgitter um den Strahler hält das Tier auf Abstand. Er beantwortet die erste Ursache. Bei der Bartagame sagt die Artenseite ausdrücklich: Strahler so anbringen, dass Verbrennungen ausgeschlossen sind. Auch das Gutachten verlangt die sachgerechte Anbringung von Lampen, unter anderem wegen der Verbrennungsgefahr (S. 2). Heizsteine gelten als besonders unfallträchtig: Ihre Wärme verteilt sich ungleich, es entstehen Hotspots, und sie können einen Kurzschluss bekommen. Auch Kabel sind eine Gefahr, wenn ein Tier sie durchbeisst, wobei elektrische Verbrennungen bei Reptilien selten sind (dvm360).

Rechtlich gilt: Gehege müssen so gebaut und eingerichtet sein, dass die Verletzungsgefahr für die Tiere gering ist (TSchV Art. 7 Abs. 1 Bst. a).

Gerötete Schuppen, Schorf, Schwellungen, verlorene Schuppen, Rückzug, Futterverweigerung oder Häutungsprobleme können auf eine Verbrennung hinweisen (Unusual Pet Vets). Geh dann zur Reptilientierärztin. Praxen findest du hier.

Licht und UV-B im Winter

Licht gehört in der Schweiz zu den Mindestanforderungen. Bei Reptilien sind die Ansprüche der Art an Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht zu berücksichtigen (TSchV Anhang 2, Tabelle 5, Vorbemerkung B). Gehege brauchen Tageslicht oder nicht flimmerndes Kunstlicht mit einem zur Art passenden Spektrum (Anhang 2, Vorbemerkung J).

UV-Licht aktiviert Vitamin D und ermöglicht erst einen normalen Knochenstoffwechsel. Ohne UV drohen Rachitis und Knochenerweichung (LGL). Bei Schildkröten entsteht Vitamin D3 nur durch UV-B und wird für die Einlagerung von Kalzium gebraucht (BLV).

Zur Beleuchtungsdauer liegen nur wenige belegte Zahlen vor:

  • Bartagame: UV-B über dem Sonnenplatz, zwölf bis vierzehn Stunden (Artenseite).
  • Kornnatter: klarer Tag-Nacht-Rhythmus von ungefähr zwölf Stunden (Artenseite).
  • Schlangen aus den Tropen: etwa zwölf Stunden täglich (Gutachten, S. 25).
  • Leopardgecko, Königspython und Kronengecko: Die Artenseiten nennen keine Stundenzahl, sondern nur schwaches UV-B, beim Leopardgecko förderlich, beim Königspython empfehlenswert, beim Kronengecko nicht zwingend. Darum steht hier keine Zahl.

Wer im Winter das Licht zurückfährt, tut das am besten als geplante Ruhephase. Der STS nennt dafür die schrittweise Verringerung der Lichtintensität. Die TVT hält fest, dass die Beleuchtungsdauer tierartspezifisch zu steuern ist und bei einigen Arten saisonal verschieden.

Prüfe vor dem Winter die Lampen. UV-Lampen müssen laut STS alle 6 bis 12 Monate ersetzt werden, je nach Hersteller. Die TVT ergänzt, dass Glas UV-B komplett filtert und auch ein zu feines Gitter die Werte erheblich beeinflussen kann. Das kann auch für ein Schutzgitter vor einer UV-B-Lampe gelten. Zu heisse Lampen sind das andere Risiko: Bei Leopardgeckos nennen Reptilienfachleute eine zu heisse UV-Lampe als häufigen Haltungsfehler, mit Verbrennungen bis hin zu Hautkrebs als Folge (SRF). Bei der Kornnatter nennt die Artenseite Abstand und Abschattung als Bedingung für UV-B. Die tagaktive Bartagame braucht nach Reptilienfachleuten zusätzlich zum Tageslicht eine leistungsstarke UV-Metalldampflampe mit Vorschaltgerät (SRF).

Stromausfall im Winter

Fällt der Strom aus, fällt meist auch die Heizung aus. Wechselwarme Tiere trifft das stärker als Tiere mit Fell oder Gefieder (Stadt Karlsruhe, 2022). Belegt sind diese Massnahmen aus einer Mitteilung der Stadt Karlsruhe und aus dem Blog einer Exotentierpraxis in den USA, dem Veterinary Center for Birds and Exotics (VCBE):

  • Das Terrarium vor starkem Wärmeverlust schützen. Eine Decke oder ein Tuch um das Becken hilft (Stadt Karlsruhe; VCBE).
  • Unter dem Wohlfühlbereich der Tiere nicht mehr füttern. Die Verdauung funktioniert dann nicht mehr optimal (Stadt Karlsruhe).
  • Warmwasserflaschen nur in Tücher gewickelt verwenden. Sie liegen unter dem Tier (VCBE). Direkter Kontakt mit einer Wärmequelle ist die Ursache vieler Verbrennungen, siehe oben. Wie warm das Wasser sein darf, ist in der Quelle nicht angegeben.
  • Frisches Wasser bereitstellen und die Wasseraufnahme beobachten (VCBE).
  • Die Kälte nicht aussitzen: Über längere Zeit können Reptilien erkranken (VCBE). Bei Auffälligkeiten ruf die Reptilienpraxis an.

Eine Winterruhe ist als Antwort auf einen plötzlichen Ausfall nicht ideal, weil sie Vorbereitung braucht (Stadt Karlsruhe). Die Tipps des VCBE sind nicht auf Schweizer Verhältnisse oder einzelne Arten zugeschnitten. Rechtlich gilt Art. 5 Abs. 1 TSchV: Mängel an den Einrichtungen, die das Befinden der Tiere beeinträchtigen, sind unverzüglich zu beheben, oder es sind geeignete Massnahmen zum Schutz der Tiere zu treffen.

So hilft ReptiCare

Den Temperaturcheck legst du in ReptiCare als freie, wiederkehrende Erinnerung im Kalender an.

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechtsauskunft. Verbindlich entscheidet das kantonale Veterinäramt. Was in der Schweiz für Reptilien gilt, findest du unter Reptilien und Recht. Bei kranken oder verbrannten Tieren entscheidet die Reptilientierärztin.

Quellen

Häufige Fragen

Wie warm muss ein Terrarium im Winter sein?
Das hängt von der Art. Nach den ReptiCare-Artenseiten liegt die Nacht beim Leopardgecko und bei der Bartagame bei 20 bis 22 °C, beim Kronengecko bei 18 bis 20 °C. Ein Raum mit 17 Grad, wie ihn der Bund für Schlafzimmer nennt, liegt darunter. Die Griechische Landschildkröte wird im Winter nicht gewärmt, sie ruht bei 4 bis 6 °C.
Warum wird das Terrarium im Winter kühler?
Weil der Raum kühler wird. Der Bund empfiehlt 20 Grad im Wohnzimmer und 17 Grad im Schlafzimmer, unbenutzte Räume nicht zu heizen und die Temperatur in den Winterferien zu senken. Dazu fliesst Wärme immer zum Kühleren, und ein gut belüftetes Becken verliert zusätzlich Wärme über die Lüftung.
Brauche ich ein Thermostat?
Eine australische Exotentierpraxis empfiehlt ein Thermostat für jedes Terrarium mit künstlicher Heizung und nennt fehlende Regelung als Ursache von Verbrennungen. Die ReptiCare-Artenseiten nennen es für Kornnatter und Königspython. Die Tierschutzverordnung schreibt kein Thermostat vor, verlangt aber geeignete Klimabereiche und die Kontrolle der Einrichtungen.
Braucht ein Strahler einen Schutzkorb?
Verbrennungen sind bei Reptilien häufig, und Reptilien ziehen sich von zu heissen Quellen nicht zuverlässig zurück. Fehlende Schutzgitter über Lampen nennt eine Exotentierpraxis als typische Ursache. Die Tierschutzverordnung verlangt, dass die Verletzungsgefahr in Gehegen gering ist.
Was tue ich bei einem Stromausfall im Winter?
Das Terrarium vor starkem Wärmeverlust schützen, etwa mit einer Decke, und nicht mehr füttern, solange es unter dem Wohlfühlbereich der Tiere bleibt. Warmwasserflaschen nur in Tücher gewickelt verwenden, nie als direkte Wärmequelle am Tier. Frisches Wasser bereitstellen und bei Auffälligkeiten die Praxis anrufen.

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